Als uns 24 Stunden vor der ersten Teetime (?) der Country Club Schloss Langenstein die Nichtspielbarkeit seines Platzes infolge der Regenfälle mitteilte, hätte dies unter normalen Umständen die Absage des Ausflugs zur Folge gehabt. Insbesondere weil auch andere Plätze im Süddeutschen Raum aus demselben Grund geschlossen waren und damit die noch verbleibenden Clubs einen Überschuss an Platzmangel meldeten. Willi Zahnd machte aber das Unmögliche möglich und organisierte für die 24 Teilnehmer zusammenhängende Startzeiten im Oeschberghof. Superjob Willi, danke im Namen aller Teilnehmer auch dem sehr flexiblen Management des Oeschberghofes.

Die Anreise nach Donaueschingen war ebenfalls noch von den Unwettern geprägt. Die Hauptverbindungsstraße war gesperrt, was den Senioren gestattete, ungewollt unbekannte Regionen und enge Straßen wie das Wuttachtal oder den Siblinger Randen kennen zu lernen. Die relativ späten Startzeiten, schwülwarmes Wetter und der anspruchsvolle Eastcourse verhinderten in der Folge leider Topresultate. So war manch einer am Folgetag über die Mail von mygolf mit den neuen Handicaps „not amused“ (der Schreibende inbegriffen). Die Glanzpunkte des ersten Tages setzten Peter Schmutz mit 34 Netto- und Uli Gallmann mit 17 Bruttopunkten. Letzterer hatte dieses Resultat insbesondere seinem Hole-in-One zu verdanken. Die Senioren ihrerseits verdankten diesen Superschuss am Abend mit Applaus und dem Genuss des von Uli gespendeten Schaumweins.

Aufgrund der kurzen Erholungszeit und gewisser Nachwirkungen der Hole-in-One-Feier wurde die Runde des zweiten Tages auf dem GC Konstanz im freien Spiel und nicht als Turnier ausgetragen. Der wunderschöne Platz oberhalb des Überlinger Seebeckens (auch schwäbisches Meer genannt) forderte die Teilnehmer bei 28°C und netten Steigungen nochmals. Die blinden Löcher waren sicher auch nicht jedermanns Sache. Aber Golfball-Produzenten wollen ja auch leben!

Der gemeinsame Umtrunk und der Genuss der lokalen Fischgerichte im Golfrestaurant „Hofgut Karegg“ rundete den gelungenen Anlass ab. Zwei tolle, anstrengende und sehr abwechslungsreiche Golftage fanden so ein schönes Ende. Ein großes Dankeschön an Organisator Josef Zehnder, aber auch an Troubleshooter Willi Zahnd ist jedenfalls mehr als verdient.

Werner Graber

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